Totsiens, Eswatini

Der Tag beginnt früh – wird aber durch ein überraschend gutes Frühstück direkt gerettet. Kurz darauf verlassen wir Eswatini wieder zu Fuß. Die Ausreise verläuft unkompliziert, schnell und fast beiläufig. Ein paar Schritte, ein Stempel – und schon sind wir zurück in Südafrika.

Süßer als gedacht: Ein Tag auf der Ananasplantage

Unser erster Stopp ist die Badenhorst Pineapple Farm.

Schon bei der Ankunft wird klar, wie groß die Dimensionen hier sind. Die Farm umfasst rund 2.500 Hektar, davon werden etwa 880 Hektar aktiv bewirtschaftet. Auf jedem einzelnen Hektar wachsen bis zu 120.000 Ananaspflanzen. Besonders beeindruckend ist der Rhythmus: Jede Woche werden etwa 2,5 Hektar neu bepflanzt und gleichzeitig 2,5 Hektar geerntet. Ein durchgehender Kreislauf, der dafür sorgt, dass hier das ganze Jahr über produziert werden kann.

Wir bekommen einen Einblick in die Abläufe – vom Feld bis zum fertigen Produkt. Die Ananas werden geerntet, per LKW zur Verarbeitungsanlage gebracht, dort gereinigt, sortiert und kontrolliert. Anschließend werden sie verpackt, über Förderbänder weitergeleitet, palettiert, gelagert und schließlich in den Handel gebracht. Jeder Schritt greift präzise in den nächsten.

Doch das eigentliche Highlight beginnt schon bei unserer Ankunft. Wir probieren frische Ananas direkt vom Feld – und sie schmeckt völlig anders als zu Hause. Süßer, saftiger und viel intensiver. Fast schon überraschend gut ist die Kombination mit Currypulver, die wir ebenfalls testen. Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber erstaunlich gut. Dann dürfen wir selbst ran: Ananas pflücken, eine eigene Kiste packen, mittendrin stehen statt nur zuzuschauen. Es wird gelacht, fotografiert, herumgealbert – und beim Gruppenfoto fliegen tatsächlich ein paar Ananas durch die Luft. Einer dieser ungeplanten, leichten Momente, die einfach hängen bleiben.

Ganz nebenbei erfahre ich noch, wie gesund die Frucht eigentlich ist: reich an Vitamin C, gut für Verdauung, Haut und Immunsystem – und durch das enthaltene Enzym Bromelain kann sie sogar bei Übelkeit helfen. Ein echter Allrounder.

Zwischen Faszination und Gänsehaut

Nach so viel Tropenfeeling geht es weiter ins nächste Abenteuer. Im Reptilienzentrum „Zulu Croc“ bei Hluhluwe dreht sich alles um Krokodile, Schlangen und Schildkröten. Besonders eindrücklich ist die Fütterung der gigantischen Krokodile.

Die Tiere wirken träge – bis sie sich bewegen. Dann geht alles plötzlich schnell, kraftvoll und fast schon brutal. Szenen, die man so schnell nicht vergisst.

Die geplante Schlangenshow fällt zwar aus, doch stattdessen ergibt sich eine andere, unerwartete Erfahrung: Ich halte ein Babykrokodil in den Händen. Die Haut fühlt sich rau, schuppig und erstaunlich fest an. Ein faszinierender Moment – auch wenn ich gleichzeitig merke, dass es sich für das Tier vermutlich weniger angenehm anfühlt als für mich.

Am Nachmittag erreichen wir die Zulu Nyala Heritage Lodge in Hluhluwe. Die Anlage ist weitläufig, grün und erstaunlich ruhig. Und direkt vor meinem Zimmer liegt ein kleiner Teich – mit einem Krokodil am Ufer. Fast surreal, als wäre es einfach Teil der Kulisse. Der Abend klingt entspannt aus.