Abschied von der Küste
Von San Francisco aus führt der Weg zunächst über die Bay Bridge gen Osten. Die Stadt verschwindet langsam im Rückspiegel und das Bild verändert sich zunehmend: Die Landschaft wird grüner, die Straßen kurviger, und schließlich tauchen die ersten Ausläufer der Sierra Nevada auf – jenes Gebirgszugs, in dem einer der ältesten Nationalparks der USA liegt: der Yosemite National Park.

Aufbruch zu den Giganten der Sierra Nevada
Nach mehreren Stunden Fahrt arbeitet sich der kleine Reisebus stetig den Berg hinauf. Oben angekommen, schickt der Guide die Reisegruppe auf eine kurze Wanderung zur Tuolumne Grove, einem der Gebiete, in denen die berühmten Giant Sequoias stehen. Die Riesenmammutbäume zählen zu den massivsten Lebewesen der Erde: bis zu 75 Meter hoch, bis zu acht Meter breit und oft über 2000 Jahre alt. Sie benötigen regelmäßige Waldbrände, damit sich ihre Zapfen öffnen und junge Bäume entstehen können.
Die Sequoias selbst sind dabei durch ihre feuerfeste Rinde geschützt.

Inmitten dieser Giganten stoßen die Freunde auf den historischen California Tunnel Tree, dessen Stamm 1895 ausgehöhlt wurde, damit Postkutschen hindurchfahren konnten. Heute können Besucher den kleinen Tunnel zu Fuß durchqueren und die Ausmaße dieses Naturwunders aus nächster Nähe erleben

Am Abend beziehen die Freunde ein klassisch amerikanisches Motel in El Portal direkt vor den Toren des Nationalparks. Typisch amerikanisch – funktional, unkompliziert und mit dem Parkplatz keine drei Meter vom Bett entfernt.
Vor Kaliforniens Felsikonen
Am nächsten Morgen besucht die Gruppe zuerst den El Capitan, einen der größten zusammenhängenden Granitwände der Welt. Die nahezu senkrechte, über 900 m hohe Wand ist ein legendäres Ziel für Kletterer – allerdings gelingt es selbst Profis selten, sie in nur einem Tag zu erklimmen. Das Panorama rund um die imposante Felswand schließt auch den markanten Half Dome ein, dessen Form durch Jahrmillionen der Erosion und die Arbeit einstiger Gletscher entstand.
