Venice Beach – kreativ, laut, ungebremst

Nur wenige Kilometer vom Santa Monica Pier entfernt – etwa zwei Kilometer – öffnet sich eine weitere Welt: Venice Beach. Der Übergang vom gepflegten Sandstrand in Santa Monica ist abrupt und schnell spürt man den Puls dieses bunten, ungebremsten Viertels. Straßenkünstler, Musiker, Wahrsager und Artisten beleben die Promenade, während Jogger, Sportler und Outdoor-Kraftsport-Enthusiasten den Boardwalk erobern.
Die Graffiti-Kultur prägt das Viertel außerordentlich stark: von Betonwänden und Sportplätzen bis hin zu Palmen ist alles bemalt, und ständig werden die Kunstwerke erneuert und weiterentwickelt. Die weltbekannte „Hall of Fame“ von Venice Beach zeugt vom kreativen Geist der Szene und zieht Streetart-Liebhaber aus aller Welt an.

Sportliche Highlights sind der Skatepark, der als einer der bekanntesten Kaliforniens gilt, sowie die zahlreichen Möglichkeiten für Outdoor-Workouts direkt an der Promenade. Tagsüber ist Venice Beach ein lebendiger, gut begehbarer Ort, aber am Abend empfiehlt sich Vorsicht, da manche Bereiche von Drogenmissbrauch und Kriminalität geprägt sein können.

Kulinarischer Höhepunkt des Besuchs ist ein gigantisches Birthday Cake Eis, bestehend aus einem Zimtrollenhörnchen, gefüllt mit Eis und Schokolade, getoppt mit Streuseln, Oreo, einem flambierten Marshmallow und einer Geburtstagskerze. Ein Dessert, das mühelos die Kalorien für mehrere Tage ersetzt und perfekt zum exzessiven Charakter des Ortes passt. Der Tag klingt ruhiger aus als geplant: Die angedachte Poolparty fällt den strengen Vorschriften des Hotels zum Opfer. Stattdessen verabschiedet sich die Gruppe von Guide und Busfahrer und beendet den Abend bei mexikanischem Essen – ein passender Kreis zurück zur Altstadt am Morgen, an dem die Reise in Los Angeles begann.

Nachts im Museum – Feeling im Naturkundemuseum

Nach einem entspannten Start am nächsten Morgen geht es per Uber zum Natural History Museum of Los Angeles County. Zwischen Dinosaurierskeletten, Edelsteinen und Ausstellungen zur Stadtentwicklung entsteht schnell das Gefühl, durch ein lebendig gewordenes Filmset zu laufen – Erinnerungen an „Nachts im Museum“ werden durch den Anblick der imposanten T-Rex-Skelette geweckt.

Mit über 35 Millionen Exponaten zählt das Museum zu den bedeutendsten seiner Art im Westen der USA und zeigt Los Angeles als Teil einer viel größeren Geschichte.

Hollywood Hills & Griffith Observatory – Panorama, Sternwarte und Filmkulisse

Am Nachmittag führt der Weg quer durch die Stadt zu einem der berühmten Aussichtspunkte in den Hollywood Hills. Aus moderater Entfernung gelingen eindrucksvolle Aufnahmen des berühmten Hollywood Sign, bevor eine Wanderung hinauf zum Griffith Observatory durch die Hollywood Hills beginnt. Der Anstieg ist steil und fordernd, belohnt aber mit einem der schönsten Panoramen, die Los Angeles zu bieten hat.
Das Hollywood Sign ist längst mehr als ein Markenzeichen – es ist ein globales Symbol für die Filmindustrie. Ursprünglich wurde es am 13. Juli 1923 von einer Maklerfirma als „Hollywoodland“ errichtet, um ein neues Wohngebiet zu bewerben. Die letzten vier Buchstaben wurden 1949 entfernt und seitdem steht dort der schlichte Schriftzug „Hollywood“. Die einzelnen Großbuchstaben sind jeweils etwa 14 Meter hoch, während die gesamte Breite des Schriftzugs beträgt rund 137 Meter misst.

Der Aufbau wiegt insgesamt etwa 220 Tonnen und ist über befestigte Wege und Zäune vor direktem Zugriff geschützt – ein touristisches Fotomotiv, aber kein Kletterziel. Oben in den Hügeln liegt das Griffith Observatory, eingebettet in den weitläufigen Griffith Park, einem der größten städtischen Parks der USA.