Die Bryce View Lodge in der Bryce Canyon City bietet die perfekte Ausgangsbasis für Erkundungen im Nationalpark. Nur wenige Schritte entfernt versprüht das Canyon Diner echtes Americana-Feeling: Retro-Ambiente, Neonlichter und eine große Auswahl klassischer US-Küche – von Frühstücksgerichten mit Pancakes und Eiern über saftige Hotdogs bis hin zu Milkshakes.

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Ein weiteres Highlight ist Ruby‘s Horseback Adventures, welche neben verschiedenen Angeboten auch eine 1,5-stündige Reittour durch den Dixie National Forest bis zum Rand des Water Canyon Amphitheaters anbieten. Unterwegs treffen die Besucher auf die uralten Bristlecone-Kiefern, über 1500 Jahre alt, deren knorrige Stämme eine greifbare Verbindung zur Geschichte der Region schaffen. Ohne Helm, dafür mit Cowboy-Feeling pur, können hier alle Erfahrungslevel das Gelände auf dem Rücken eines Pferdes erkunden.

Das Farbenspiel bei Sonnenuntergang über dem Bryce Canyon soll faszinierend sein. Jedoch verschwindet die Sonne an diesem Tag hinter einer Wolkendecke und verweigert das Schauspiel. Doch der aufgehende Erdbeermond, riesig und rot, verwandelt den Himmel über dem Amphitheater in ein spektakuläres Erlebnis.

Der Bryce Canyon zählt zudem als einer der besten Orte zur Sternebeobachtung – kaum Lichtverschmutzung und die klare Höhenluft bilden ideale Bedingungen für den Blick auf die Milchstraße. Gleichzeitig sorgt die erhöhte Lage dafür, dass die Temperaturen in der Nacht selbst im Sommer deutlich sinken. Warme Kleidung ist hier also dringend empfohlen.

Red Canyon – Die Miniatur von Bryce Canyon

Nur wenige Kilometer hinter Bryce erstreckt sich der Red Canyon, eine farbenprächtige Miniaturversion seines großen Nachbarn. Die Landschaft ist geprägt von intensiv roten Sandsteinnadeln, filigranen Felsbögen und tiefen Schluchten, durchzogen von feinen weißen Sandsteinschichten und gesäumt von grünen Ponderosa-Kiefern, die einen starken Kontrast zu den warmen Rottönen bilden.

Besonderen beeindruckend ist die Salt-and-Pepper-Felsformation, zwei markante Sandsteinsäulen, die direkt nebeneinander stehen: eine hell wie Salz, die andere dunkler wie Pfeffer. Die Formation lässt sich auf einer kurzen Wanderung entlang des Rim-Trails erkunden und bietet nebenbei einen perfekten Blick auf das farbenprächtige Panorama des kleinen Canyons.

Der Red Canyon wirkt wie ein sanftes Auslaufen des Bryce Canyon – kompakt, farbintensiv und deutlich weniger überlaufen.

Antelope Canyon – Surrealismus in Sandstein

In der Nähe von Page in Arizona liegt der weltberühmte Antelope Canyon, der vom Antelope Creek geformt wurde. Der Bach hat über Jahrmillionen eine Symphonie aus Formen, Farben und Schatten in den Sandstein gemeißelt. Die Wände des Canyons verlaufen wellenförmig geschwungen, sind teilweise nur 1-2 m breit und ragen über 30 m in die Höhe – eine surreale, beinahe skulpturale Landschaft, die durch ein Zusammenspiel aus Licht und Schatten zum Leben erwacht.