Mitten in der Wüste, bei Außentemperaturen an der 40-Grad-Grenze, geht es nur noch im Schritttempo voran.

Zwei Stunden Wartezeit im nächstgelegenen McDonald’s, die Organisation eines Ersatzbusses und schließlich ging es bei sengender Hitze im defekten Bus dem Ersatzfahrzeug entgegen – solche Pannen gehören auf einem Roadtrip einfach dazu. Auch wenn sie Geduld und Nerven strapazieren, sind es genau diese Momente, die ein echtes Roadtrip-Erlebnis ausmachen.
Das erste Ziel ist der Joshua Tree National Park, welcher rund 225 Kilometer östlich von Los Angeles in der Nähe von Palm Springs liegt. Der Park bildet einen interessanten Übergang zwischen der Mojave-Wüste im Nordwesten und der Colorado-Wüste im Osten und umfasst etwa 3.196 km². Damit prägen zwei unterschiedliche Ökosysteme die Landschaft: Die niedrig gelegene Colorado-Wüste mit ihrer Buschlandschaft, den Kakteen und Fächerpalmen und die höher gelegene Mojave-Wüste, welche kühler und feuchter ist und die namensgebenden Josua-Palmlilien beheimatet.

Die bizarren Joshua Trees können bis zu zwölf Meter hoch werden und können ein Alter von über 150 Jahren erreichen. Ihre eigentümlichen Formen erinnerten Gläubige einst an den Propheten Joshua und gaben dem Park seinen Namen. Auch für Kletterer ist der Nationalpark ein beliebtes Ziel. Neben der beeindruckenden Pflanzenwelt lebt hier eine Reihe wilder Tiere, darunter Dickhornschafe und Weißschwanz-Antilopenhörnchen. Wer genau hinsieht, kann auch giftige Bewohner wie Skorpione, Klapperschlangen und Schwarze Witwen entdecken. Trotz der Verzögerung bleibt Zeit für einige Fotostopps, um die kuriosen Bäume und die einzigartige Wüstenlandschaft zu bestaunen.

Inmitten der Wüstenoase – Palm Springs
Am Abend erreicht die Gruppe schließlich Palm Springs, eine Stadt, die für ihren unverwechselbaren Retro-Charme bekannt ist. Den Namen verdankt die Stadt den hydrothermalen Quelle, die der Region schon früh ihre Anziehungskraft verliehen. Palm Springs steht für luxuriöse Resorts, Spa-Wochenenden und Entspannung mitten in der heißen Wüstenlandschaft.

Zahlreiche Hotels und Boutique‑Resorts bieten Pools umsäumt von hohen Palmen, ruhige Innenhöfe und Terrassen mit Blick auf die umliegenden Santa‑Rosa‑ und San‑Jacinto‑Berge – perfekte Orte, um die Hitze des Tals hinter sich zu lassen. So bietet auch das Hotel „Palm Springs Tennis Club“ eine ideale Basis, um die Gegend zu erkunden.

Die Stadt ist weit mehr als ein Ort zum Übernachten: Downtown Palm Springs lädt mit dem Palm Canyon Drive zu Boutiquen, Cafés, Galerien und lebendigen Bars ein, die vom Nachmittag bis in den späten Abend hinein zum Bummeln, Essen und Verweilen einladen. Die Restaurantszene reicht von gemütlichen Cafés und modernen amerikanischen Bistros bis zu gehobener Küche – oft mit Außenbereichen unter Palmen, die das mediterrane Klima nutzen.
In der Blütezeit Hollywoods lebten hier Stars wie Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor, Frank Sinatra und Elvis Presley – sie genossen hier die Partys, die sengende Sonne und die friedliche Ruhe abseits der chaotischen Filmstudios. Auch heute noch spiegelt die Stadt dieses glamouröse Erbe wider, kombiniert mit dem Desert-Modernism-Architekturstil, einer regionalen Variante des internationalen Mid-Century-Modern-Designs. Wer hier ankommt, spürt sofort das Gefühl von Luxus und Wellness-Urlaub.
